Tuesday, February 28, 2006

George Clooney


....wird mir immer sympatischer. So war in der gestrigen HAZ zu lesen, worauf er im Leben stolz sei. Er antwortete, dass er es als eine Art Verdienstorden empfinde wegen seiner Kritik an der US Irak-Politik angegriffen zu werden. Endlich mal jemand der klar Stellung bezieht. Noch sympathischer fand ich, dass er weiterhin antwortete stolz zu sein: "...auf meinen Freundeskreis, die meisten kenne ich schon seit mehr als 30 Jahren." Ja - geht mir genauso. Die meisten meiner Freunde kenne ich schon seit 20-30 Jahren und darauf bin ich auch sehr stolz, toll finde ich aber auch, dass ständig mir ganz wertvolle Menschen hinzukommen.

Elementarteilchen

Michael (Christian Ulmen) und Bruno (Moritz Bleibtreu) sind zwei äußerst unterschiedliche Halbbrüder. Ihre Hippie-Mutter (Nina Hoss) treibt sich in Indien rum und überläßt die beiden Ihren unterschiedlichen Großmüttern. Während der introvertierte Molekularbiologe Michael lieber mit Genen als mit Frauen spielt, denkt Bruno eigentlich an nichts anderes als an Kontakte zum weiblichen Geschlecht. Der Film ist eine Adaption von Michel Houellebecqs Erfolgsroman, der natürlich anders als im Film zunächst in Paris und dann in der französischen Provinz spielt. Der Film ist absolut grenzwertig und zeigt die Menschen so schonungslos nackt, dass man es als Zuschauer kaum aushält und wenn man denkt: wie peinlich, jetzt reichts aber - gehts immer noch peinlicher. Grandios schräg und hervorragend gespielt, nicht nur von den beiden Hauptdarstellern sondern auch von Uwe Ochsenknecht als völlig runtergekommenem Vater von Bruno oder Franka Potente als Unschuld vom Lande.

Walk the line

WOW - was für ein Kinoerlebnis! Wenn der Film beginnt, scheint die Leinwand zu vibrieren. Man hört eine Band, die sich warmspielt, mit einem stampfenden Baß und dazu sieht man das Gefängnis von Folsom, deren Insassen vor der Bühne mitklatschen und das Stampfen aufnehmen: Cashs berühmteste Live-Aufnahme entstand. Wie seine starke Filmpartnerin Reese Witherspoon singt Joaquin Phoenix alle Songs selbst.

Zunächst zeigt der Film die harte Jugend Johnny Cashs im ländlichen Arkansas der 40er Jahre, wo ihm der Vater die Schuld für den frühen Tod des Bruders gab, frühe Heirat mit der Jugendliebe, unglücklich und unverstanden flieht er in die Drogensucht. Steil ist dann zwar die Karriere als Country-Musiker: Cash verkauft stapelweise Platten, tourt mit Elvis und Jerry Lee Lewis und wird zur nationalen Ikone. Die Liebe zur Country-Sängerin June Carter ist der eigentliche Schwerpunkt des Films. Trotz dieser Liebe und lebenslange Freundschaft bleibt er zunächst dennoch unglücklich- Joaquin Phoenix Cash-Interpretation ist verstörend intensiv. Eine überragende Schauspielerische Leistung, noch nie hat jemand so viele Facetten des Unglücklichseins so differenziert und überzeugend gespielt. Wenn Phoenix dafür keinen Oskar bekommt, verstehe ich die Welt nicht mehr.

Wednesday, February 22, 2006

Zitat des Tages

Dieses Zitat passt ja sooo gut zu unserem Projektvorhaben :-(

Wenn Sie heute irgend eine Idee killen wollen, brauchen Sie nur dafür zu sorgen, daß ein Komitee darüber berät.
Charles Kettering amerik. Erfinder

Kreativität ist gefragt

Dass ganzheitliche Konzepte gefragt sind wußten wir, aber so schön visualisiert hat das vor Daniel H. Pink noch niemand, wobei m.E. die Brücken am relevantesten sind. Hier noch ein Zitat aus dem dazugehörigen Artikel:
"Until recently, the abilities that led to success in school, work, and business were characteristic of the left hemisphere. ... Today, those capabilities are still necessary. But they're no longer sufficient. In a world upended by outsourcing, deluged with data, and choked with choices, the abilities that matter most are now closer in spirit to the specialties of the right hemisphere - artistry, empathy, seeing the big picture, and pursuing the transcendent." (http://www.wired.com/wired/archive/13.02/brain.html)

Saturday, February 18, 2006

Zurück nach Dalarna

Mia hat es geschafft. Sie ist raus aus dem kleinen hinterwäldlerischen Kaff in der schwedischen Provinz, lebt nun in Stockholm und arbeitet - na wo schon - bei Erikson und zwar als Systemarchitektin. Nun kommt Sie zurück nach Dalarna um zusammen mit ihren Schwestern Vaters 70. Geburtstag zu feiern. 15 Jahre ist es her, dass sie zuletzt dort war und nur mit viel Alkohol läßt sich die Enge der Familie ertragen. Der Geburtstag gerät zu einem Trinkgelage mit viel Selbstgebranntem, begleitet von skurilen Aus- und Zwischenfällen. Ein Seelenmassaker!

Friday, February 17, 2006

Dissertation



..ich trau es mich kaum zu sagen(schreiben)kurz zu bloggen, aber ich hab schon wieder einen neuen Titel für meine Diss.

Also der neue Titel ist:
Entwicklung einer netzbasierten Lernumgebung zur Förderung von e-Kompetenzen in der beruflichen Weiterbildung
am Beispiel des MEUM Projekts.

Monday, February 13, 2006

Provinznest

Hannovers Einzelhandel hat also als einzige WM Stadt keinen Bock die Läden länger zu öffen. "Lohnt sich nicht" hört man da von den Händlern und "ist nicht unsere Zielgruppe". HALLLOOOOO! Ihr verbaut uns die Chance uns als weltoffen und dynamisch zu zeigen und uns als kundenfreundliche Stadt zu positionieren. Gäste aus aller Welt, die man bestimmt zum wiederkommen hätte animieren können antworten nun zu Hause auf die Frage: Und wie war Hannover? ...keine Ahnung war alles verrammelt.
"Wenn 'die Welt zu Gast bei Freunden' ist, dann läßt man die Gäste nicht vor verschlossener Tür stehen", sagte heute wenigstens einer der HAZ-Befragten DANKE der hat es kapiert.

Sunday, February 12, 2006

Wie die Heuschrecken

.....sind wir mal wieder bei Toni eingefallen :-)
...aber lustig wars und lecker wars :-)

Friday, February 10, 2006

Velásquez Las Menidas


..um eine eigene Bildungslücke zu schließen.
In Velásquez' Meisterwerk Las Meninas sind zunächst die Infantin und ihre Menidas zu sehen. Sie befinden sich in einem großen Raum mit dem Maler selbst, der neben seiner, dem Betrachter mit der Rückseite zugekehrten Leinwand steht. Er ist dabei, ein Modell zu porträtieren, das sich außerhalb des Bildraums, genau an der Stelle befindet, wo der Betrachter des Bildes steht – so als wäre man selbst der Porträtierte. Das tatsächliche Modell, nämlich das Königspaar, sieht man nur in einem Spiegel im Bildhintergrund. Daraus ergibt sich eine ungewöhnliche Perspektive: Die Positionen von Modell, komponierendem Maler und Betrachter des Bildes befinden sich am gleichen imaginären Ort: direkt vor dem Bild. Was aber auf dem Bild im Bild dargestellt ist, bleibt dem Betrachter verborgen. Sehr spannend, klickt das Bild an und schaut es euch selbst an...

Helden der Jugend

Um die Bildungslücke meiner gestrigen Mensa-Tischgesellschaft zu schließen, stelle ich nun einen Helden meiner Jugend vor: Uwe Bohm in dem Film "Nordsee ist Mordsee". Der Film von Hark Bohm spielt im Hamburger Arbeitermillieu und thematisiert die Seelennöte schwerstpupertierender Jugendlicher mit allem was dazu gehört. Die Musik ist von Udo Lindenberg, auch so einem Helden meiner Jugend, dessen Titelsong "Ich träume oft davon, ein Segelboot zu klaun und einfach abzuhaun..." den Plot des Films aufnimmt, denn genau das tun die beiden Protagonisten dann auch. Wer wollte das damals nicht?

Thursday, February 09, 2006

Blogger gehören auf die Couch

Gestern hab ich in einer Frauenzeitschrift unter der Überschrift: "Blogging als Therapie" folgendes gelesen: "Was bringt einen dazu ein Weblog zu führen? Meinen die Blogger tatsächlich ihre Gedanken seien so orginell oder ist es schlicht Geltungssucht?"
Äh ja also wenn ich da so drüber nachdenke...schon irgendwie beides oder? ;-)

Wednesday, February 08, 2006

Annette Lousian

....ist absolut grandios, wie kann man so einen
coolen minimalistischen Text schreiben?

meine Freundin Eve ist aktiv
denkt immer positiv
kennt kein Stimmungstief
ihr Freund Steve ist sportiv
sie ist porentief
rein und attraktiv
sie ist kreativ, dekorativ
sensitiv, sie lebt intensiv
für die Art wie mich das ankotzt
gibt´s kein Adjektiv
seh’ ich Eve, sag ich: " na, Eve..."
treff’ ich Eve, sag ich: " na, Eve..."

doch bei Eve
geht nie ’was schief
sie ist sehr kommunikativ
überzeugt argumentativ
instinktiv
meistert Eve
spielend den Beruf
und den Alltagsmief
sie ist progressiv, alternativ
innovativ, sehr impulsiv
geschickt und effektiv
ich hasse sie abgrundtief
seh’ ich Eve, sag ich: " na, Eve..."
treff’ ich Eve, sag ich: " na, Eve..."

wär’ ich Eve, hätt’ ich Steve
mein Leben wär’ erfüllt
und nicht so primitiv
wäre, würde, rein fiktiv
was wär’, wenn’s für mich besser lief
vollkommen bin ich leider nur
im Konjunktiv

seh’ ich Eve, macht mich das aggressiv
treff’ ich Eve, wechsle ich die Straßenseite und zwar demonstrativ

Tuesday, February 07, 2006

4 things

das ist lustig :-) gesehen bei Ralf ;-):
Four jobs I’ve had:
1. Barkeeper
2. Stewardess
3. Suchmaschinenoptimiererin
4. Wissenschaftlerin
Four movies I can watch over and over:
1. Spiel mir das Lied vom Tod
2. Dirty Dancing
3. Truman Show
4. Ein Fisch namens Wanda
Three places I’ve lived:
1. Hannover
2. Corse: Mauriani Plage
3. California: St. Barbara
Four TV shows I love:
1. Scrubs
2. Coupling
3. Emercency Room
4. Sex and the City
Four places I’ve vacationed:
1. Hawaii, Maui and Oahu
2. Carribeans: Bahamas/Barbados..
3. Costa Rica
4. Australia: New South Wales
Four of my favorite dishes:
1. Pasta, alles was es gibt
2. gegrillte Dorade und Salat (auch jeden anderen Fisch)
3. gegrillte Scampi
4. warmer Apfelstrudel
Four sites I visit daily:
1. www.uni-hildesheim.de/bibliothek
2. www.weiterbildungsblog.de
3. www.wikipedia.de
4. www.blogger.com
Four places I would rather be right now:
1. am Südseestrand Cocktails schlürfen
2. im FNAC les halles Paris, CDs stöbern
3. im Kino Walk the line anschauen
4. bei einer Spinning Convention oder unterwegs mit meinem personel Trainer

Monday, February 06, 2006

Wahre Lügen

Ein nicht nur für amerikanische Verhältnisse provokanter und erotischer Thriller in einem fließenden Wechsel zwischen den Nachtclubs der 50er und den glamourösen Hollywood Hills der 70er. Ein Film noir der die destruktive Seite des Ruhms am Beispiel zweier Publikumslieblinge, gespielt von Kevin Bacon und Colin Firth, zeigt. Wilde Parties, Drogen ohne Ende, mafiöse Machtentfaltung und schließlich eine Tote in der Badewanne Ihrer Suite beendet die Kariere des Showduos. 15 Jahre später ermittelt eine Journalistin und deckt jede Menge verborgener Geheimnisse auf. Das mis-en-scene ist sehr detailversessen, der Film ist absolut überzeugend gespielt, mit einem wirklich überraschenden Ende. Sehenswert für Leute, die keine mainstream krimis mögen.