
Zunächst zeigt der Film die harte Jugend Johnny Cashs im ländlichen Arkansas der 40er Jahre, wo ihm der Vater die Schuld für den frühen Tod des Bruders gab, frühe Heirat mit der Jugendliebe, unglücklich und unverstanden flieht er in die Drogensucht. Steil ist dann zwar die Karriere als Country-Musiker: Cash verkauft stapelweise Platten, tourt mit Elvis und Jerry Lee Lewis und wird zur nationalen Ikone. Die Liebe zur Country-Sängerin June Carter ist der eigentliche Schwerpunkt des Films. Trotz dieser Liebe und lebenslange Freundschaft bleibt er zunächst dennoch unglücklich- Joaquin Phoenix Cash-Interpretation ist verstörend intensiv. Eine überragende Schauspielerische Leistung, noch nie hat jemand so viele Facetten des Unglücklichseins so differenziert und überzeugend gespielt. Wenn Phoenix dafür keinen Oskar bekommt, verstehe ich die Welt nicht mehr.
4 comments:
Dem Kommentar stimme ich voll und ganz zu. Ein Film der Spitzenklasse.
Ich glaube ich muss mir den Soundtrack kaufen. :o)
tolle Idee :-)
ich stimme nicht ganz zu.
Toller Film! Keine Frage.
Aber die Facetten des Unglücklichseins finde ich dann doch von Zach Braff in Garden State besser dargestellt.
Dennoch hätte ich Phoenix den Oscar gegönnt. Wenn man sich alte Cash-Fotos und Videos ansieht, sieht man, wie perfekt er ihn gespielt hat. Mich haben aber insbesondere immer die Auftritte beeindruckt. Die Kopfhaltung so leicht schräg von oben herab. Absolut beeindruckend!
ich fand Zach Braff in Garden State zwar auch gut, aber das war irgendwie so banal unglücklich, während Phoenix so leidenschaftlich unglücklich war. Auf jeden Fall hab ich jetzt drei Unglücksfilme hintereinander gesehen, wird Zeit, dass mal was Lustiges kommt :-)
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