Tuesday, September 29, 2009

...denn wir wissen nicht was sie wollen

Kommt Ihnen das bekannt vor: Sie konzipieren Schulungen, Führungen und eTutorials aber das Interesse der Nutzer ist eher gering. Woran liegts? Haben wir vielleicht die Bedürfnisse der Nutzer nicht genügend berücksichtigt und sehen die Welt zu bibliothekszentrisch?

Nutzerzentriertes Design
- respektiert den Benutzer in seinen Kapazitäten und Anforderungen
- unterstützt den Benutzer bei der Erfüllung seiner Ziele und
Aufgaben
- berücksichtigt die Situation in der sich der Benutzer befindet
- berücksichtigt die Umwelt in der die Interaktion stattfindet

Die Nutzer im Mittelpunkt
Nutzerorientierte Gestaltung ist eine Vorgehensweise, die den Nutzer und dessen Anforderungen, Ziele und Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist es, Produkte zu konzipieren, die über eine hohe Nutzerfreundlichkeit (Usability) verfügen.

Die Integration nutzerzentrierter Methoden und Maßnahmen in den Entwicklungsprozess helfen dabei, Produkte zu entwickeln, die den Bedürfnissen und Erwartungen der Anwender entsprechen. Potenzielle Schwachstellen werden durch den Einsatz solcher Methoden schon frühzeitig erkannt und können beseitigt werden. Das lässt sich mühelos auf die Konzeption von Schulungen, insbesondere auf die Produktion von Schulungsmaterial übertragen.

Laßt uns gemeinsam Kriterien, Konzepte und Instrumente zur Evaluierung der Nutzerbedürfnisse im Bereich IK (wobei das wahrscheinlich viel zu eng gefasst ist) erarbeiten. Ich würde mich dabei gern zunächst auf die Analyse des Nutzungskontextes konzentrieren und diesen möglichst empirisch anhand von Fokusgruppen, Interviews und Beobachtungen analysieren.

Hier schon mal ein paar Ideen zum weiterspinnen:

1) Begleitende Beobachtung
Begleitung von Testpersonen auf ihrem Weg durch die Bibliothek. Ziel ist die Erfassung von konkreten Nutzerproblemen im Umgang mit der Bibliothek

2) Fokusgruppen
Moderierte Diskussion mit 6-12 Teilnehmern aus einer Fachkultur. Ziel ist die Sammlung von Nutzerproblemen